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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Kirchenrestaurierung Worb - Einweihung

Anzeiger für das Amt Konolfingen, 17. August 1984

Der Bund, 3. September 1984

WORB

Nun wieder in der Kirche

bkw. Nach 16monatiger Bauzeit konnte in Worb die neu-alte Kirche bezogen werden: Die umfassende Innenrestauration ist beendet. Eigentlich hatte man geplant, das Gotteshaus an Ostern einweihen zu können. Aber Restaurationsarbeiten halten eben meistens Überraschungen bereit. Die grösste - unter vielen! - war die, dass einzelne Teile der Kirche bereits in romanischer Zeit gebaut worden waren und erst noch an der Stelle eines früheren Gebäudes. Nun erstrahlt der Kirchenraum in neuem Glanz. Wenig erbaut zeigten sich die Besucher des ersten Festgottesdiensts die eigentliche Einweihung findet nächsten Sonntag statt - von einer Spray-Inschrift, die nächtlicherweise beim Eingang angebracht worden war.

BZ, Montag, 10. September 1984

Worb

Wieder Predigt in der Kirche

Restauration der Kirche Worb abgeschlossen

Gestern wurde die Kirche Worb offiziell eingeweiht: In einem Festgottesdienst wurde die restaurierte Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben. Die Arbeiten waren gezeichnet durch verschiedene, nicht voraussehbare bauliche Schwierigkeiten. Ebenfalls wurden einige historisch «interessante» Funde gemacht. Das Interesse der Worberinnen und Worber war gestern gross und die Kirche vollständig besetzt. Die drei Pfarrer Willy Michel, Roland Lüthy und Willy Hirsch führten durch den Festgottesdienst.

mhg. Rund 16 Monate hatten die Renovierungsarbeiten an dieser Kirche gedauert. In einer kurzen Ansprache hob Architekt Peter Schlosser hervor, dass bei sämtlichen Arbeiten bauliche und kunsthistorische Probleme aufgetaucht seien. «Wir wussten nicht, was uns erwartete, als wir mit den Arbeiten begannen», erklärte er weiter, «aber dank guter Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und der Kirchgemeinde sind nun alle zufrieden.»

Wieviel die Renovation gekostet hat, ist noch nicht errechnet; Peter Schlosser meinte jedoch, dass der Kredit von 1,07 Millionen Franken nur geringfügig überzogen worden sei. Auch Kirchgemeinderatspräsident Paul-Jürg Lyk zeigte sich erfreut über die Beendigung der Arbeiten. Er fügte bei: «Während den letzten sechzehn Monaten mussten sich Pfarrer wie auch Kirchgemeinde einschränken und Mehrarbeit leisten; es hat sich gelohnt.» Alle Gottesdienste mussten im Kirchgemeindehaus abgehalten werden.

Die Renovationsarbeiten waren zum Teil schwierig zu planen, weil unerwartete Funde getätigt wurden. So wurden zum Beispiel unter dem «Chor» Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert freigelegt. Die Kirche selber barg ebenfalls eine Überraschung. Dazu erklärte Architekt Peter Schlosser: «Wir fanden alte zugemauerte Fenster im Kirchenschiff.» So sind einige Nischen und Aushöhlungen zu entdecken, die vor der Renovation nicht bekannt waren.

Die Einweihungsfeierlichkeiten finden ihre Fortsetzung nächsten Samstag mit einer «Abendmusik zum Bettag» - und nächsten Sonntag mit Bettagsgottesdienst und Abendmahl.